Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz, Berlin-Mitte

  • Bauherr: Bezirksamt Mitte von Berlin
  • Leistungsphasen: 2 - 8
  • Größe Größe: ca. 7.200 m²
  • Planung/Ausführung Planung/Ausführung: 2012 - 2013 (unter Büro Gast.Leyser LandschaftsArchitekten)

Der  Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz, gelegen zwischen der Leipziger Straße, der Jerusalemer Straße und der Krausenstraße im Berliner Bezirk Mitte wird ab 2012 umgestaltet und aufgewertet. Dem Umbau sind 3 Bürgerbeteiligungsverfahren mit Anwohnern und Betroffenen vorausgegangen, deren Interessen und Belange in den Planungs- und Entwurfsprozess mit eingeflossen sind.

 

Die Fläche des Platzes umfasst eine Größe von ca. 7.160 m² und wird zur Leipziger Straße von der rekonstruierten Spittelkolonnade begrenzt.

Der Platz ist in einem schlechten Gesamtzustand, die Vegetation ist veraltet und in seiner Vitalität eingeschränkt, die Wege weisen Unebenheiten und Absackungen auf, sind schadhaft und stellen Stolperfallen dar. Insgesamt wirkt der Platz in die Jahre gekommen und bedarf dringender Umgestaltungs- und Aufwertungsmaßnahmen.

 

Gegenstand der Planung ist die partielle und flächige Instandsetzung und Aufwertung der bestehenden Parkfläche. Die Grundstruktur wird nicht verändert, lediglich den Nutzungsansprüchen angepasst.

Bei der Gestaltung liegt der Schwerpunkt auf der Erstellung großzüger Aufenthaltsplätze mit Tennenbelag und ortsfesten Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen, Aufenthalten und Bewegung. Diese sind in den inneren Bereichen seitlich und unterhalb der Kolonnade angeordnet und werden von Stauden- und Gehölzpflanzungen mit Blühaspekt gerahmt.

Die Hauptwege werden in einem Asphaltbelag mit heller Abstreuung hergestellt, beide Wegematerialien werden durch eine Großsteinpflasterreihe eingefasst.

 

An den Bäumen werden intensive Pflegemaßnahmen durchgeführt, nicht mehr vitale Bäume bzw. die Bäume, die aufgrund der sehr engen Pflanzabstände unter großen Konkurrenzdruck stehen, sollten aus Sicherheitsgründen und um benachbarte Bäume erhalten zu können gefällt werden. Die Rasenflächen werden erneuert. Gehölzpflanzungen erhalten Pflegschnitt, zu dichte Pflanzungen werden partiell gerodet.

Entlang der Baumreihen an der Leipziger Straße und im Parkinneren ergänzt, dabei werden Gehölzarten verwendet, die eine maximal Höhe von 1,50  m erreichen, um eine zukünftige Verbuschung und Sichtbehinderung zu vermeiden.

 

Die bestehenden Spiel- Sportbereiche werden weitgehend so belassen, lediglich der östliche Spielbereich wird etwas kleiner eingefasst und mit zwei Tischtennisplatten ergänzt. Die bestehenden Zauneinfassungen werden teilweise zum Spielbereich versetzt, um die Spielbereiche von den öffentlichen Wegeverbindungen zu trennen und Konflikten vorzubeugen.

 

Die beiden Eingänge zur Krausenstraße bzw. Krausenstraße /Ecke Jerusalemer Straße werden optisch geöffnet und eine einladene Platzgestaltung hergestellt. Dazu wird die bestehende Vegetation aus Gehölzen reduziert und somit eine klare, eindeutige und übersichtliche Eingangssituation geschaffen. Die Plätze erhalten befestige Flächen aus Tennenbelag bzw. Tennenbelag mit Kleinsteinpflaster.

Parallel zur Leipziger Straße werden zwei Nebenwege aus Mulchmaterial hergestellt.